Personalentwicklung als Reparaturbetrieb

Wenn von der Personalentwicklung als Reparaturbetrieb gesprochen wird, steht für Unternehmen häufig die mangelnde Ausbildungsreife im Fokus. Die Kritik, dass Auszubildende grundlegende Qualifikationen zur erfolgreichen Bewältigung täglicher ausbildungsrelevanter Aufgaben nicht mehr mitbringen, beschäftigt zunehmend die Unternehmenslandschaft (Wansleben, 2010).
Die Ursachen werden jedoch unterschiedlich veortet. Basierend auf eigenen Erfahrungen kann ich von einer vermehrten Arbeit der Unternehmen an der Aufarbeitung schulischer und sozialer Versäumnisse berichten. Demnach wird zeitlich sowie finanziell zunehmend in die Entwicklung von Auszubildenden investiert. Es wird jedoch ebenso deutlich, dass Verfehlungen auf unternehmerischer Seite in Bezug auf die Herstellung ausbildungsförderlicher Bedingungen nicht ausbleiben (Pressemitteilung DGB-Bundesvorstand, 2014).

Personalentwicklungsabteilungen von Unternehmen werden mit der Qualifikation der Auszubildenden betraut, um ein Mindestmaß an Ausbildungsreife herzustellen und gelten als Reparaturbetrieb des Systems Schule. Die DIHK (als Arbeitgebervertreter) sieht die Ursachen anhand einer Studie wie folgt:
Laut einer von der DIHK Anfang 2013 durchgeführten Studie mit 15.002 teilnehmenden Unternehmen wurden die größten Defizite der Auszubildenden in den Bereichen „Ausbildungsreife“ und „unklare Berufsvorstellungen“ festgestellt. Nach wie vor gehören Leistungsbereitschaft (50 %), Belastbarkeit (48 %) und Disziplin (49 %) zu den am häufigsten bemängelten Soft Skills. Mangelnden schulischen Qualifikationen wird vermehrt mit ausbildungsbegleitenden Hilfen seitens der Agentur für Arbeit (abH / 36 %) sowie durch die Unternehmen selbst anhand wöchentlicher Praxistage (16 %) begegnet (Friedrich, Heinz, und Gruppe, 2013)…

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