Auswirkungen des demografischen Wandels

Der demographische Wandel beschreibt die langfristige Entwicklung der Bevölkerung und wird beeinflusst von „der Fertilitätsrate, den Wanderungssalden sowie der Lebenserwartung“ (zit.: Knauth und Diel, 2009, S. 18).
Die Fertilitäts- oder auch Geburtenrate beschreibt anhand einer Durchschnittskennzahl, wie viele Kinder eine Frau bekommen sollte, damit die Bevölkerungszahl stabil bleibt. Dieser Wert steht derzeit bei 1,3 und liegt somit unter dem Soll von 2,1 Kindern pro Frau. Seit 1970 mit 2,03 Kindern sinkt die Rate kontinuierlich. Die Ursachen sind vielschichtig und liegen zum einen im Aufbrechen traditioneller Familienbilder als auch im partnerschaftlichen Rollenverständnis. Des Weiteren tragen ein gestiegenes Bildungsniveau (primär von Frauen) sowie eine steigende Beschäftigungsunsicherheit zum Absinken bei. Die Wanderungssalden gehen auf die benötigte positive Nettozuwanderung ein. Ausgehend von einer mit 1,3 niedrigen Geburtenrate, wäre zur Stabilisierung der Bevölkerungszahl ein Wert von ca. 500.000 Personen zu erreichen. Allerdings kann eine Fertilitätsrate von 1,7 den benötigten Saldo auf 200.000 Personen senken. Die Lebenserwartung hängt von der Qualität der medizinischen Versorgung, den Lebensbedingungen und der physischen Beanspruchung ab. Für Deutschland wird aufgrund der positiven Gegebenheiten bis 2030 von einer sukzessiven Steigerung des Altersdurchschnitts ausgegangen (Knauth und Diel, 2009).

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